Bei den Lilien – ein besonderes Ereignis

Lilien. Für alle, die es nicht wissen sollten: Bei den Lilien handelt es sich um die Mannschaft des hiesigen Bundesliga-Vereins SV Darmstadt 98. Die Lilie ist im Stadtwappen von Darmstadt enthalten und somit auch Symbol des Sportvereins.

Ein Besuch bei den Lilien war ja schon lange mal wieder dran. Der letzte Besuch liegt ja schon fast ein Jahr zurück. Es ist aber gar nicht so einfach, an Karten zu kommen, wenn man nicht sowieso schon glücklicher Besitzer von Dauerkarten ist. Mein Vater wurde ja nun lebenslang zu den Heimspielen eingeladen. Aber… Da ich mit meinem Vater wohl erst wieder zu wärmeren Jahreszeiten mal vor Ort sein kann, fällt diese Möglichkeit erstmal aus. Und es bleiben nicht viele Alternativen, ein Spiel zu besuchen.

Aufgrund eines Tipps wurde ich Kundin von Lilienstrom. Mit dem Wechsel habe ich nicht nur ein aktuelles Trikot erhalten, sondern bekomme regelmäßig Einladungen, am Gewinnspiel für Karten für die Heimspiele der Lilien teilzunehmen, denen ich immer gefolgt bin. Was soll ich sagen? Vor kurzem erhielt ich die Nachricht, dass ich zwei Karten gewonnen hätte! Was habe ich mich gefreut!

Gestern war es dann soweit. Die Lilien spielten gegen Dortmund. Am Abend und das im März. Hauptaufgabe vor dem Spiel war es dann für mich, die passende, warme Kleidung herauszusuchen. Denn es sollte kalt werden. Die Regenvorhersage hat sich dann glücklicherweise nicht bewahrheitet. Aber auch so war es eine Herausforderung, sich angemessen zu kleiden.

Ich hatte noch einen Schal gekauft – Mütze und Trikot waren schon in meinem Besitz. Wie ich unter meiner Jacke gekleidet war, könnt Ihr im Beitragsbild erkennen. Der Rest war: Alles, was warm macht, wird auch angezogen. Ich hatte vom Körperumfang her sicher mal einige Zentimeter mehr zu bieten.

Dann ging es los. Der Einstieg war nicht gelungen. Ich sage mal so: Wenn man nicht auf die Anzeigetafel am Bus achtet, kann es sein, dass man zunächst im Nachbarort landet, von wo aus man nur noch mit dem Taxi wieder dorthin kommt, wo das Spiel stattfinden sollte. Wir waren glatt in den falschen Bus gestiegen und wunderten uns noch, warum eine junge Frau uns fragte, ob denn die Lilien gewonnen hätten. Klar dachte sie wohl, dass wir nach Hause fahren wollten – raus aus der Stadt. Tja… Wir haben es erst bemerkt, als es schon zu spät war. Damit wurde der Abend etwas teurer, aber die Laune hat das nicht getrübt.

Auf Umwegen zu den Lilien! Ich musste herzhaft lachen!

Das Taxi brachte uns dann wieder dorthin, wo wir hin wollten, und ein wenig später waren wir vorm Stadion. Meine Güte, wenn ich an die Zeiten denke, in denen gerade mal so um die 2000 Zuschauer ins Stadion liefen. Und das war für die damaligen Zeiten und die Spielklasse schon viel. Es war also etwas mehr los am gestrigen Abend. Dennoch kam man gut an die Getränkestände, die Würstchenbuden und die Toiletten ran. Das hat mir gefallen.

Panoramabild vom Spiel der Lilien gegen den BVB am 2.3.2016, Stadion des SV98 am Böllenfalltor
Panoramabild vom Spiel der Lilien gegen den BVB am 2.3.2016

Eine Paprikawurst ist übrigens für mich immer ein Muss im Stadion am Böllenfalltor (jetzt heißt es Merck-Stadion am Böllenfalltor, aber ich kann nicht wirklich aus meiner Haut). Sie hat auch lecker geschmeckt. Und statt eines kühlen Biers oder Äpplers gab es einen Glühwein. Nur einen, denn dann waren die Vorräte ausgetrunken. Aufwärmen in der zweiten Halbzeit war also nicht.

Leider waren gestern die Darmstädter Fans zum großen Teil erstarrt. Mag das an der Kälte oder dem Spielverlauf gelegen haben (der üblicherweise zu keinerlei Beeinträchtigung der Stimmung beiträgt); es war auf jeden Fall sehr ruhig bei den Blauen. Die Dortmunder Fans haben da doch mehr aufgelegt.

BVB-Fans in Aktion beim Spiel gegen den die Lilien (SV98), Böllenfalltor.
BVB-Fans beim Spiel gegen den die Lilien (SV98), Böllenfalltor.

Zu deren Rhythmen habe ich mich dann auch immer mal bewegt, denn es war wirklich sehr kalt. Ein eiskalter Wind blies und brachte uns an die Grenzen der Leidensfähigkeit. Ich überlege mir in diesen Momenten immer, wie es Menschen schon unter noch mieseren Bedingungen wohl ergangen ist – sei es im Krieg in Russland oder heutzutage als Obdachloser. Nicht auszudenken!

Die Lilien gaben ihr Bestes, aber das reicht nun einmal nicht für ein Spiel gegen die zweite Mannschaft der Liga, die sogar mit der Ersatz-Mannschaft die besseren Spieler auf dem Platz hat. Wir haben verloren.

Wie gesagt, der Stimmung tut dies nicht sonderlich Abbruch, aber schön wäre es natürlich gewesen, wenn wir einen Heimsieg hätten erleben dürfen.

Ich beobachte ja bei Live-Spielen auch gerne das Publikum. Dieses Mal gab es nicht viel zu erzählen; wir standen in einer wohl sehr ruhigen Kurve. Da wurde nicht viel gebrüllt oder gelästert. Die Menschen haben in Ruhe genossen oder gelitten. So genau weiß ich das auch nicht.

Fazit: Ein Umweg ist keine Katastrophe, sondern eine Möglichkeit, etwas zu erzählen zu haben. Mehr ist mehr gilt vor allem bei der Kleidung in der kalten Jahreszeit. Eine Niederlage ist der Ansporn, nach vorne zu blicken. Vorhersagen in Bezug auf Menschenmengen sind nicht zu treffen.

Grau in grau

Grau. Und Grau. Und noch mehr Grau!

Für mich ist diese Farbe am Himmel eher ein Grauen. Seit Wochen – mit einigen Ausnahmen, aber leider sind es wenige – zeigt sich das Grau. Mal mehr, mal weniger dunkel. Von der Sonne sehen wir hier am Tag dann gar nichts. Es regnet nicht immer, aber die Atmosphäre wirkt schwer. So als ob die Wolken von oben von irgendjemandem herunter gedrückt werden.

Es ist nicht einfach, da keine miese Stimmung zu bekommen; das gebe ich zu. Ich wache auch viel lieber mit Sonne auf, weil sie mir gleich gute Laune macht. Gute Laune im Grau zu haben, ist um Längen anstrengender. Und da ist es wieder, dieses Anstrengende. Kann man sich anstrengen, gute Laune zu haben?

Nun, in dem Fall ist es ein positives Anstrengen. Es ist mehr ein Üben, sich nicht herunterziehen zu lassen. Wenn ich also an einem Tag in grau merke, dass ich am Morgen schon eher nicht ganz so gute Laune habe, was durchaus vorkommen kann, dann versuche ich gleichzeitig auch, den Widrigkeiten des Lebens die kalte Schulter zu zeigen.

Da könnte beispielsweise mein Milchschäumer streiken. Ja, das ist ärgerlich. Aber es gibt ja Alternativen. Ein kleiner Topf, Milch hinein, und dann kurz auf den Herd. Den Handschäumer angeworfen, und schon habe ich den feinsten Schaum in einer Temperatur, die ich mir ausgewählt habe.

Wenn ich mich an dem Tag irgendwie ein bisschen dusselig anstelle, mir dauernd etwas runterfällt oder ich stolpere oder mir wehtue, weil ich mit dem Fuß an der Tür hängen bleibe, könnte ich das doch zum Anlass nehmen, herzhaft darüber zu lachen statt mich zu ärgern. Wäre ja mal eine Sache. Auch wenn es weh getan hat.

Ich ertappe mich manchmal dabei, dass ich erst einmal noch ein bisschen mehr in die miese Stimmung kommen muss, um zu erkennen, dass ich da gar nicht weiter machen möchte. Dann halte ich mir das innere Stopp-Schild vor, sage auch laut „Stopp!“ zu mir und richte mich neu aus. Das funktioniert in den meisten Fällen.

Wenn es bei mir ganz schlimm ist, setze ich mich gerne in den Boxster und fahre eine Runde. Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich beim Fahren mit dem Auto nicht mies gelaunt bleiben kann. Musik an, die Musik des Motors dazu, losgefahren – und schon geht es mir besser! Wenn ich dann noch das Dach öffnen und eine Runde offen fahren kann (auch mal dick eingemummelt mit Mütze) sammeln sich die Endorphine im Blut, und ich mag gar nicht mehr sehen, dass es grau ist. Ich möchte dann nur noch vor mich hinlächeln und mich gut fühlen.

Es ist also wichtig, dass Du Dir immer mal überlegst, was Dir so richtig gute Laune mache. Schreib Dir alles auf, oder merke es Dir für Zeiten, an denen es Dir innerlich nicht so gut geht.

An Tagen in Grau kann so eine Liste Gold wert sein.

Wenn es nun aber partout nicht klappen möchte mit dem Neuausrichten, dann ist das womöglich so ein Tag, an dem es so sein soll. Dann wäre es gut, nicht raus zu müssen. Die Freiheit habe ich ja meist. Ich muss mich nicht ins Auto setzen und im Büro meinen Kollegen begegnen. Ich bleibe einfach zu Hause, „genieße“ meine schlechte Stimmung ganz für mich und tue damit niemandem weh außer mir.

Was ich auch ganz sicher weiß: Der nächste Tag bringt neue Chancen und statt einem Grau draußen vielleicht sogar wieder die Sonne mit ihren hellen, warmen Strahlen.

Weiter geht es!

Weiter, weiter! Auf, auf! Nun, wer mich kennt, weiß, dass ich solche Kommandos, auch wenn ich sie mir selbst gebe, nicht so mein Ding sind. In der aktuellen Situation möchte ich aber weiter machen, und ich hoffe, ich kann dran bleiben.

Ich kann Euch erzählen, dass ich gerade eine kleine Glückssträhne habe. Wobei das fast dem gegenüber, was ich sonst im Leben habe, unfair wirkt: Denn ich habe diese Glückssträhne zusätzlich zu dem, was mein Leben immer mal wieder schön und glücklich sein lässt. Das ist ja auch ein kleines Weiter, wenn ich so überlege.

Heute habe ich Karten gewonnen. Seit Wochen nehme ich an der Verlosung für Eintrittskarten für meine Lilien teil. Für die, die es nicht wissen: Es ist so gut wie unmöglich, Karten erwerben zu können. Unser Stadion ist winzig, und die Kartenanzahl entspricht leider so gar nicht der Nachfrage. Also kommt man maximal über jemanden, den man kennt, per Zufall an eine Karte. Oder man gewinnt eine. Heute war die Glücksfee auf meiner Seite. Es gab sogar zwei Karten. Ich freue mich sehr!

Ok, ich habe noch einen Joker in der Tasche. Mein Vater wurde ja eingeladen, auf Lebenszeit, die Heimspiele besuchen zu dürfen. Aber jetzt, in der kalten und nassen Jahreszeit geht das mit ihm nicht. Das tue ich ihm nicht an. Ich freue mich da schon auf den Frühling und hoffe, wir haben noch einmal eine schöne Gelegenheit, auch wenn die von letztem Jahr nicht zu toppen sein wird.

Und am Wochenende werde ich auch in Sachen Lilien unterwegs sein. Es kann sein, dass… Nein, davon erzähle ich mal nicht allzu viel. Erst einmal abwarten. Tatsache ist, dass ich mich mit einem Buchautor treffe, dem ich vor kurzem auf einer Lesung begegnet bin.

Die Lesung war wirklich kurzweilig und unterhaltsam. Typisch für mich, dass ich mit dem Autor am Getränkeverkauf stand und nicht wusste, dass er der Autor war. Ja, sagt jetzt nichts dazu! Ich hätte vorher ja mal… Aber so kommt es immer wieder zu Situationen, über die ich danach doch ziemlich schmunzeln muss. Also wir sind uns dann zweimal an der Getränkeausgabe begegnet und haben auch ein paar Worte gewechselt.

Später dann, während der Lesung, stellte sich heraus, dass ich die Einzige war, die vom Publikum die geniale Serie „Breaking Bad“ gesehen hatte, und das geht sogar weiter: Ich war die Einzige, die die Serie überhaupt kannte. Das fand ich schon ungewöhnlich. Es gibt im aktuellen Buch von Michael Kibler Andeutungen, die Kenner der Serie zum Schmunzeln bringen. Hat bei mir funktioniert. Der Rest der Zuhörer hatte dann einfach mal keine Ahnung. Ist ja auch mal schön, wenn dies bei Anderen der Fall ist.

Nun, als die Frage kam, ob denn jemand die Serie kenne, habe ich mich gemeldet, musste mich aber noch verbal in Szene setzen, weil meine Hand doch glatt übersehen worden war. Aber diese Einzigartigkeit an dem Abend nutzte ich, um den Kontakt aufzunehmen. Schön, dass das so geklappt hat, wie ich es mir gewünscht habe. Und auch diese Sache zählt zu der Glückssträhne, die ich gerade spüre.

Das darf ruhig so weiter gehen!

Wenn Ihr mal nicht ganz so gut aufgestellt seid, gönnt Euch einfach mal etwas, was Ihr noch nicht getan habt. Einfach mal ausprobieren! Mich bringt das immer auf sehr kreative Gedanken, und wie Ihr lesen könnt, bringt das sofort auch zusätzlichen Schwung ins Leben.

Und wie es mit dem Autor weiter geht, werde ich natürlich erzählen. Dann kann ich sicher auch mal einen Namen nennen. Ich möchte das nun nicht im Vorfeld ohne sein Einverständnis tun.

So oder so. Oder?

So. Bin wieder da. Hoffe ich. Irgendwie wollten keine Wörter mehr meine Finger verlassen. Stattdessen sammelte und sammele ich. Seit gefühlten Monaten. Und eigentlich sind sie ja nicht nur gefühlt, sondern real.

Gut, für Porsche-Ausfahrten gibt es aktuell nicht mehr so viele Möglichkeiten. Aber es gibt sie. Immer mal. Und ich habe viele Fotos gemacht. Sehr viele. Viel soll also noch ge- und beschrieben werden. Und einiges gezeigt.

Und sonst so? Nun, auch davon gäbe es viel zu erzählen.

Es scheint, als könne ich mein Leben auch mal genießen, ohne immer darüber schreiben zu müssen. Aber das stimmt eigentlich so auch nicht, denn ich schaffe es täglich, bei Twitter Gedanken loszuwerden und in Facebook geht es auch ab und an. Dort ist es natürlich einfacher. Das könnte der Grund sein. Ein Gedanke und puff!!!! – weg mit ihm, hinaus in die Welt, ohne langes Drumherum-Reden.

Aber so funktioniert das Bloggen eben nicht. Oder doch?

Lese ich die landläufigen Meinungen zu dem, wie ein Blogbeitrag auszusehen hat, findet es kaum jemand gut, wenn man sich kurz und knapp hält. Mindestens x-100 Wörter hat so ein Artikel zu haben, lese ich da. Und woanders sollen es noch ein paar mehr sein.

Ich glaube dennoch, dass ich so schreiben muss, wie ich schreiben möchte. Mal mehr, mal weniger. Genau das macht mich doch authentisch und glaubwürdig, denn ich möchte doch mit jedem Beitrag ein gutes Gefühl haben. Oder eben eines in die Welt hinaus lassen. Und das soll auf meine Art geschehen.

Diese Standard-Überschriften, die ich in so vielen Blogs finde, sprechen mich auch so überhaupt nicht an. Ich mag sie anders haben. Das Schöne ist ja, dass ich es machen kann, wie ich es möchte. Wenn dies dann noch gerne gelesen wird, umso besser!

Natürlich möchte ich meinen Lesern etwas bieten. Und auch das soll vielfältig sein, wie es unser Leben eben ist. Nicht immer gleich, und nur die Themen ändern sich. Nein, auch die Art und Weise, wie ich sie kommuniziere darf sich doch verändern und damit meine Stimmung wiedergeben.

Ich finde, das ist ein guter Weg – eben GANZ SCHÖN HAASE!

Schreiben! Es hilft ja alles nichts…

Ich komme nicht ins Schreiben oder … Willkommen im Jahr 2016, und alles ist wie im alten Jahr auch! Nun gut, der Start dieses Jahrs liegt nun schon eine Weile zurück, und irgendwie ist es auch wiederum schwierig zu sehen, wie die Zeit rennt. Wir haben schon wieder Mitte Januar, und ich komme gerade schwer ins Schreiben hinein.

Schreiben! Wenn ich mir dieses Wort mit dem Ausrufezeichen so anschaue, dann spüre ich fast, wie vorwurfsvoll das Satzzeichen dort steht und mich auffordert, doch endlich mal mit dem Schreiben anzufangen. Ich hänge seit einiger Zeit fest in Gedanken, und es ist, als habe sich mein Geist entschieden, meine Gedanken nicht nach außen zu tragen.

Selbst in Twitter und Facebook bin ich weniger zu sehen. Dabei werden meine Gedanken ja nicht weniger, die Ideen sind auch noch da, und ich könnte mir vieles vorstellen, aber es bleibt im Kopf und fließt nicht mehr aus den Fingern, wie es sonst der Fall war. Nun gibt es für viele Angelegenheiten ja einen Plan oder eine Lösung.

Routine schaffen!

Ich versuche es jetzt erst einmal damit, dass ich mich an jedem Morgen dazu aufraffen werde, einen Beitrag zu verfassen. Und irgendwann wird dies hoffentlich dann wieder zu dem, was ich liebe. Schreiben!

Dieses Ausrufezeichen könnte nämlich auch einfach der Ausdruck von Freude sein. Freude am Schreiben, Freude am Mitteilen, Freude am Austausch. Also so:

Freude am Schreiben!

Freude am Mitteilen!

Freude am Austausch!

Das fühlt sich doch schon einmal gut an. Immer wieder schön zu sehen, dass ich meine Stimmung beeinflussen kann. Heute einfach mal mit dem Schreiben.

Kastanienbewegung 2015 / 2016

Die Kastanienbewegung hat eine lange Blog-Tradition, obwohl sie eigentlich eine Aktion außerhalb von #Neuland ist, die dann aber stets dazu führt, dass eine Gemeinschaft entsteht, die sich wiederum in diversen Blogs findet und zusammentut – wegen der gemeinsamen Sache. Ganz einfach, oder?

Gestartet wird im Herbst, und im Frühjahr endet die Aktion an einem Tag mit dem Werfen der im Herbst gesammelten Kastanien. Die Idee hatte die liebe Theobromina vor einigen Jahren, und seitdem gibt es dieses Ritual, das aus einigen Schritten besteht, die wiederum in diesem Blogbeitrag von Theobromina nachzulesen sind. Dort findet Ihr alle Informationen zur Kastanienbewegung in diesem Jahr.

Da ich immer diverse Taschen und diverse Jacken und Mäntel im Einsatz habe, und es nicht mal gebacken bekomme, meine Taschen immer mit Taschentüchern zu bestücken, lege ich mir die Kastanie(n) gut sichtbar auf meine Theke in der Küche. Dort ist es zwar meist warm, und so muss die Kastanie mir nicht das Herz erwärmen, aber an trüben Tagen kann die Sicht auf eine Kastanie auch helfen – ungemein sogar, indem sie das Herz erhellt!

Meine Kastanie ist im übrigen schon sehr, sehr alt, da ich sie schon Anfang Anfang September gefunden habe. Und da mir eine meist nicht ausreicht, wurden es zwei. Beide sind mittlerweile schon ganz schön geschrumpft:

Zwei Kastanien auf rotem Hintergrund
Kastanienbewegung 2015

Also: Mitmachen und weitersagen und -schreiben! 

Steingarten an der Paschenburg

Der Steingarten an der Paschenburg war für mich der Höhepunkt einer Fahrt, die ja eigentlich nur die Paschenburg und die Schaumburg zum Ziel hatte. Aber ich liebe ja Überraschungen, und wenn sie dann noch so angenehm sind, umso mehr.

Kurz vor meiner Abfahrt erhielt ich den Tipp, die oberhalb der Schaumburg gelegene Paschenburg zu besuchen. Dieser Tipp war ausschlaggebend, denn ohne ihn hätte ich diesen wunderschönen Steingarten nie entdeckt.

Schon auf dem Weg zur Paschenburg habe ich den Blick auf ein Schild erhaschen können. 

Eingangsschild am Steingarten an der Paschenburg

Das Tor schien verschlossen, und noch wusste ich nichts vom Schatz, der sich hinter dem Tor verbergen sollte.

Wenn man nicht durch das Tor des Steingartens auf dem Weg zur Paschenburg in den Garten eintritt, sondern weiter hinauf bis zur Burg fährt, kann man den Wagen auf dem Parkplatz abstellen, um dem Garten einen Besuch abzustatten.

Unterhalb des Parkplatzes an der Paschenburg führen fast versteckt ein paar Stufen hinab zum Steingarten. Wenn man es nicht weiß, könnte man es durchaus übersehen. Was man als erstes erblickt, sollte einen nicht abhalten, weiter zu gehen: „Privatweg“ steht in großen Buchstaben auf einem Schild, und wenn man sich die Mühe macht, auch das Kleingedruckte zu lesen, erfährt man, dass man sich nun auf eigene Gefahr auf den Weg begibt. Es ist also keineswegs ein Hindernis. Allerdings hätte ich mich fast nicht getraut, bis zum Schild zu laufen und hätte somit womöglich etwas Wunderbares verpasst. Und das soll der einzige Kritikpunkt an dieser Stelle sein, denn es handelt sich hier ja nicht um den Eingang des Steingartens, sondern dessen „Hintertür“.

Sobald ich das Hinweisschild hinter mir gelassen hatte, konnte ich auch den Steingarten in seiner Gänze erblicken. War es auf dem Turm der Paschenburg noch sehr windig gewesen, spürte ich hier die angenehme, windstille Ruhe, die wunderbar mit dem Grün harmonierte. Ich blieb einfach mal stehen und schaute mich um.

Einblick im Steingarten an der Paschenburg
Einblick im Steingarten an der Paschenburg

Der Steingarten beinhaltet viele unterschiedliche Skulpturen, die liebevoll und mit Bedacht im Garten aufgestellt wurden. 

Ausstellungsstück im Steingarten an der Paschenburg
Ausstellungsstücke im Steingarten an der Paschenburg

An den Bänken hingen Preisschilder, und ich vermute, dass auch die Skulpturen käuflich zu erwerben sind. Ich war fasziniert von dem, was ich hier sah. Und auf der Bank hätte ich auch gerne Platz genommen.

Bank im Steingarten an der Paschenburg

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass ich überhaupt mal so keine Kunstkennerin bin. Mich muss Kunst berühren, und mehr weiß ich dann auch nicht dazu zu sagen. Inhaltlich kann ich also nichts zu den Ausstellungsstücken schreiben, außer dass ich sie überwiegend sehr ansprechend und schön fand. 

Und diese Stimmung! Ich bin eine ganze Weile in aller Ruhe durch den Steingarten spaziert und habe selten so eine spontan entstehende entspannte Atmosphäre gespürt wie dort. 

Baum im Steingarten an der Paschenburg

Der Steingarten ist nicht sehr groß. Und doch lohnt es sich, dort längere Zeit zu verweilen und die Ausstrahlung, die er anbietet, wirken zu lassen. Es gibt viel zu entdecken.

Diverse Ausstellungsstücke im Steingarten an der Paschenburg

Ein paar Stufen führen zu einem Platz, der direkt neben dem Gebäude in diesem Garten liegt. Dort stehen ein Tisch und ein paar Stühle. Ganz automatisch kamen mir Gedanken, wie gut sich dieser Platz eignen würde, an einem Sommerabend mit lieben Menschen um sich zu verbringen, zu plaudern und zu philosophieren. Und leider ist mir das Foto mit diesem schönen Platz abhanden gekommen. Ich erinnere mich gerne daran. Diese kleine Eule bewacht den Platz hinter dem Baum.

Eule bewacht den Tisch im Steingarten an der Paschenburg

Alles ist liebevoll arrangiert, und ich hätte noch eine ganze Weile dort bleiben können. Es fiel mir gar nicht so leicht, mich wieder von diesem wundervollen Ort zu verabschieden, und ich weiß, dass ich dort nicht das letzte Mal gewesen bin. 

Im Garten, kurz vor dem Tor steht auch eine Spendenbox. Es erübrigt sich fast zu schreiben, dass es Ehrensache ist, dort einen Obulus zu hinterlassen.

Spendenbox im Steingarten an der Passchenburg

Ich möchte auch erwähnen, dass ich beim Verein des Steingartens um Erlaubnis gebeten habe, meine Fotos zu veröffentlichen und vom Garten zu schreiben. Die Antwort auf meine Anfrage war wiederum genau so, wie es zu dem Steingarten passt: Liebevoll und herzlich.

Vielen Dank!

Der 1. Vorsitzende des Vereins, Herr Uli Diehl,  nannte diesen Garten einen mystischen Ort. Genau so habe ich es empfunden: Ein Ort, an dem die Zeit stehen zu bleiben scheint und man für den Alltag Energie tanken kann. Ein Seelenort!

Den Steingarten an der Laschenburg habe ich im Sommer besucht. Ich bin sicher, dass sich ein Besuch im Herbst und Frühling ebenso lohnt.

Ich werde zurückkehren.

Kontakt zum Verein des Steingartens über die Webseite des Vereins 

(Alle Fotos dieses Artikels wurden mit der Kamera des iPhone 6 aufgenommen und bis auf das Foto mit dem Eingangsschild, das ich aufhellen musste, ohne Nachbearbeitung veröffentlicht).

Herbstsonne – Weihnachten einfach gemacht!

Von wegen Weihnachten einfach gemacht! Weihnachten scheint mal wieder so weit weg zu sein, während ich hier in der warmen Herbstsonne auf meinem Balkon sitze und gleich die Jacke ablegen werde. T-Shirt-Wetter!

Und doch… Dieses Weihnachten ist schon verhalten präsent in den Super- und Drogeriemärkten. Vor kurzem erhielt ich den Katalog eines Werbemittelvertriebs, der ausschließlich Weihnachtspräsente aller Art beinhaltete. Ich konnte widerstehen.

Heute habe ich die Zusage für eine Weihnachtsfeier gegeben. Schon lange ist mein Frisörtermin für Weihnachten vereinbart. Und ein paar leise Gedanken zu Geschenken habe ich mir auch schon gemacht. Mein Projektkollege und ich haben schon überlegt, dass wir den diesjährigen Weihnachtsmarkt am Projektort wieder nicht besuchen können. Weihnachten war also doch auch bei mir schon mehr als einmal Thema, und auch das ist ein Teil von Weihnachten einfach gemacht.

Tatsächlich habe ich bereits einige Exemplare meines Weihnachtsplaner-Buchs, meiner Weihnachtsfibel mit dem Titel „Weihnachten einfach gemacht“ verkauft. Das Buch verkauft sich allerdings auch immer mal im Sommer. Wahrscheinlich wollen einige sehr gut vorbereitet sein.

Es ist gar nicht so dumm, schon frühzeitig alles zu erledigen, was erledigt werden kann, um später doch ein bisschen mehr Besinnlichkeit spüren zu können. Am besten wäre es doch, wenn uns allen die Vorbereitungen, die eher lästig sind, ganz leicht von der Hand gingen. So nebenbei und ein bisschen wie ein kleiner Automatismus.

Also werde ich mal dran bleiben. Weihnachten einfach gemacht! Vor zwei Jahren habe ich damit begonnen, und jetzt ist die Zeit, damit fortzufahren.

Bleibt gespannt!

An der Weser

Die Gegend an der Weser gar nicht weit weg von der niedersächsischen Landeshauptstadt hat ihre ganz eigenen Reize. Die Landschaft zeigt sich nicht flach, sondern leicht hügelig, und der Fluss zieht seine Bahn in einer sehr gemächlichen Eleganz. Dort zu sein ist Entschleunigung pur!

Hier fühlen sich vor allem die Radfahrer wohl, zumal es einen wunderschönen Radweg direkt an der Weser entlang gibt. Aber auch als Autofahrer kann man die Region mit ihrer Schönheit erkunden.

Dieser kleine Ausflug ist etwas für den stillen Genießer. Der Wagen wird nicht gefordert, sondern dient ausschließlich dazu, den Fahrer wie in einer Sänfte von einen an den anderen Ort zu bringen und ermöglicht es ihm, die wunderbaren Eindrücke in sich aufzunehmen, ohne dass er Sorge haben müsste, seine Aufmerksamkeit ausschließlich dorthin zu lenken.

Für dieses Mal habe ich mir eine Stelle unweit des aktiven Kernkraftwerks Grohnde ausgesucht. Ein bisschen gruselig mutet es an, wenn man sich so in der Nähe weiß. Interessant ist, dass, obwohl sich das Bauwerk mit den typischen Türmen an einigen Stellen an der Weser sehr präsent zeigt, es sich an wiederum anderen Stellen fast zu verstecken scheint. Man könnte sich also durchaus in Sicherheit wiegen.

Es gibt wunderschöne Stellen, an denen es sich lohnt, einmal an- und inne zu halten. Mein persönlicher Lieblingsstopp zur Nahrungsaufnahme ist das Schloss Hehlen und dort die Kaffeewirtschaft (http://www.die-kaffeewirtschaft.de), die direkt an der Weser liegt.

 

Schloss Hehlen Eingang zur Kaffeerösterei
Schloss Hehlen Eingang zur Kaffeerösterei und ich

Auf Nachfrage erfährt man, dass der Name entstanden ist, weil der Inhaber einer großen Rösterei im Schloss residiert und den Namen dem Restaurant und Café gegeben hat.

Parken kann man wunderbar. Hier fühlt sich auch der Porsche wohl! 

Die Terrasse bietet einen traumhaften Blick auf die Wiese davor, auf der meist die Schafe grasen und der Szene noch zusätzlich etwas Heimeliges geben. Dahinter fließt mit vermeintlicher Ruhe das Wasser. Ein wirklich schöner Ort zum Verweilen an der Weser!

So sieht es aus, wenn man auf der Terrasse des Restaurants Schloss Hehlen sitzt

Die Küche bietet kleine und etwas größere Speisen in guter Qualität. Es gibt auch Kuchen. Ich hatte den Antipasti-Teller gewählt. Sieht gut aus, oder?

Leckere Antipasti im Restaurant Schloss Hehlen

Auf dem Weg zurück, ein Stück weiter flussabwärts, kann man dann an einem der kleinen Fährübergänge anhalten. Die Fähre hatte schon ihren Betrieb für den Tag eingestellt. So war so gut wie nichts los, und ich konnte einfach in der Nähe des Ufers stehen und alle Eindrücke in mir aufnehmen. Es wirkte alles so friedlich und beruhigend!

Panoramaansicht am Fähranleger

Ich konnte es mir nicht verkneifen, mich dem Kernkraftwerk noch etwas mehr zu nähern, da ich es schon beeindruckend finde. Man kann in der Tat sehr dicht heran fahren. Andere Menschen mögen es anscheinend, auf direkt am Betriebsgelände gelegenen Parkplatz mit ihren Wohnmobilen zu übernachten. Auf jeden Fall hat man dort ziemlich seine Ruhe, wenn nicht… Aber darüber denken wir jetzt mal nicht nach.

Ein paar schöne Fotos konnte ich dort auch noch machen.

Der Boxster vor dem AKW Grohnde
Der Boxster vor dem AKW Grohnde
Der Boxster vor dem AKW Grohnde

Ich mag diese Gegensätze und irgendwie sind es ja auch gar keine großen, denn was auf dem Foto vereint ist, sind die Errungenschaften der Technik, geschaffen durch Menschenhand.

Die Beurteilung der Sinnhaftigkeit bleibt jedem selbst überlassen.

(Die Fotos auf dieser Seite wurden mit der Kamera des iPhone 6 aufgenommen und unbearbeitet veröffentlicht)

Schloss Münchhausen

Münchhausen. Dabei denken sicher viele an den Lügenbaron. Nicht gelogen war auf jeden Fall die Empfehlung, im Schloss Münchhausen / Schloss Schwöbber (https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Schwöbber) im Restaurant auf der Terrasse einen Tisch zu reservieren und dort an einem Sommerabend essen zu gehen.

Der Plan war mal wieder gut. Denn durch das sehr verhaltene diesjährige Sommerwetter zu Beginn der Saison sah ich dieses Vorhaben fast schon erneut als nicht durchgeführt an, zumal es im letzten Jahr aus Wettergründen auch nicht dazu gekommen ist.

Nachdem ich die Reservierung mehrfach verschoben hatte (lobend sei erwähnt, dass das Team des Schlosshotels (http://www.schlosshotel-muenchhausen.com) sehr freundlich und unermüdlich die Reservierung auf jeweils die Folgewoche verschoben hatte), war es dann doch in einer Woche schön und warm genug, diesen Ort genießen zu können.

Die Hinfahrt war wenig spektakulär, aber die Einfahrt zur Anlage lässt ahnen, was noch kommen könnte. Die Anlage empfängt großzügig und wirkt sehr gepflegt. Nicht umsonst hat sich hier auch Zar Peter I., der Große, anscheinend wohlgefühlt.

Ich ließ mich erst einmal mit dem Boxster vor dem Parkplatz fotografieren. 

Wenn man dann den Schlosshof durchquert hat, geht es wenige Stufen hinab zur Terrasse des Schlosskellers, die unmittelbar am Schlossteich gelegen ist. Der Tisch war direkt am Ufer des Teichs reserviert.

Von dort aus kann man das Schloss genauso gut sehen wie auch die Parkanlage, die es umschließt.

Blumen am Schlossteich und die Trauerweide
Blick aufs Schloss vom Restaurant
Der Schlossteich und seine Mauer

Das Essen und der Service waren lobenswert. Die Gerichte waren sehr lecker, und der Kellner war nicht nur bemüht, sondern erfolgreich dabei. Ich war zufrieden, wie man unschwer erkennen kann.

Ich sitze glücklich im Restaurant

Beim Bezahlen empfahl der Kellner, durch die Eingangshalle des Hotels in den Park zu gehen. Zuvor schaute ich mich aber noch in der näheren Umgebung des Restaurants um, und auch dieser Teil der Anlage ist schön und sehr gepflegt.

Rundgang in der Parkanlage
Schloss und Park
Das Eingangstor zum Schlosshof
Das Schloss von der Anlage aus gesehen
Sonnenuntergang am Schlossteich
Der Schlossteich mit dem Park

Zeitgleich mit meinem Rundgang zeigte sich ein wunderbarer Sonnenuntergang.

Parkanlage und Schloss im Sonnenuntergang

Ich finde auch weiterhin, dass ich mich als Repräsentantin des Schlosses gut machen würde!

Ich könnte Schloss-Repräsentantin sein

Die herzliche Freundlichkeit des Mitarbeiters an der Rezeption möchte ich hier auch nicht unerwähnt lassen. Dieser drückte mir dann auch noch einen kleinen Plan des Parks in die Hand. Dort konnte ich nachlesen, an welcher Stelle welche besondere Baumart wuchs. Sehr schön gemacht!

Mich interessierte vor allem die andere Seite des Schlossteichs mit der Trauerweide. Dort hatte ich eine Bank erblickt, und es schien, als könne dies ein ganz besonderer Ort der Ruhe sein. Das war es auch. Allerdings glaube ich kaum, dass jemand (lange) auf einer der beiden Sitzgelegenheiten Platz nehmen möchte. Dennoch war es ein fast verwunschener Ort.

Gegenüber des Schlosses unter der Trauerweide
Der Platz unter der Trauerweide mit Blick aufs Schloss

Der Rest des Parks ist ebenso sehenswert. Leider meinten die im Park wohnenden Bremsen irgendwann, die Verfolgung oder Vertreibung vornehmen zu müssen. Ich wurde also im wahrsten Sinne des Wortes an dieser Stelle ausgebremst!

An dieser Stelle wurde ich ausgebremst.

So bin ich lieber geflüchtet, als mich stechen zu lassen und habe mir für den nächsten Besuch etwas zum Anschauen aufgehoben.

Die Wiederholung eines Abendessens am See ist auf jeden Fall eingeplant!

(Die Fotos auf dieser Seite wurden mit der Kamera des iPhone 6 aufgenommen und bis auf das letzte Foto, das ich aufhellen musste, unbearbeitet veröffentlicht.)