An der Weser

Die Gegend an der Weser gar nicht weit weg von der niedersächsischen Landeshauptstadt hat ihre ganz eigenen Reize. Die Landschaft zeigt sich nicht flach, sondern leicht hügelig, und der Fluss zieht seine Bahn in einer sehr gemächlichen Eleganz. Dort zu sein ist Entschleunigung pur!

Hier fühlen sich vor allem die Radfahrer wohl, zumal es einen wunderschönen Radweg direkt an der Weser entlang gibt. Aber auch als Autofahrer kann man die Region mit ihrer Schönheit erkunden.

Dieser kleine Ausflug ist etwas für den stillen Genießer. Der Wagen wird nicht gefordert, sondern dient ausschließlich dazu, den Fahrer wie in einer Sänfte von einen an den anderen Ort zu bringen und ermöglicht es ihm, die wunderbaren Eindrücke in sich aufzunehmen, ohne dass er Sorge haben müsste, seine Aufmerksamkeit ausschließlich dorthin zu lenken.

Für dieses Mal habe ich mir eine Stelle unweit des aktiven Kernkraftwerks Grohnde ausgesucht. Ein bisschen gruselig mutet es an, wenn man sich so in der Nähe weiß. Interessant ist, dass, obwohl sich das Bauwerk mit den typischen Türmen an einigen Stellen an der Weser sehr präsent zeigt, es sich an wiederum anderen Stellen fast zu verstecken scheint. Man könnte sich also durchaus in Sicherheit wiegen.

Es gibt wunderschöne Stellen, an denen es sich lohnt, einmal an- und inne zu halten. Mein persönlicher Lieblingsstopp zur Nahrungsaufnahme ist das Schloss Hehlen und dort die Kaffeewirtschaft (http://www.die-kaffeewirtschaft.de), die direkt an der Weser liegt.

 

Schloss Hehlen Eingang zur Kaffeerösterei
Schloss Hehlen Eingang zur Kaffeerösterei und ich

Auf Nachfrage erfährt man, dass der Name entstanden ist, weil der Inhaber einer großen Rösterei im Schloss residiert und den Namen dem Restaurant und Café gegeben hat.

Parken kann man wunderbar. Hier fühlt sich auch der Porsche wohl! 

Die Terrasse bietet einen traumhaften Blick auf die Wiese davor, auf der meist die Schafe grasen und der Szene noch zusätzlich etwas Heimeliges geben. Dahinter fließt mit vermeintlicher Ruhe das Wasser. Ein wirklich schöner Ort zum Verweilen an der Weser!

So sieht es aus, wenn man auf der Terrasse des Restaurants Schloss Hehlen sitzt

Die Küche bietet kleine und etwas größere Speisen in guter Qualität. Es gibt auch Kuchen. Ich hatte den Antipasti-Teller gewählt. Sieht gut aus, oder?

Leckere Antipasti im Restaurant Schloss Hehlen

Auf dem Weg zurück, ein Stück weiter flussabwärts, kann man dann an einem der kleinen Fährübergänge anhalten. Die Fähre hatte schon ihren Betrieb für den Tag eingestellt. So war so gut wie nichts los, und ich konnte einfach in der Nähe des Ufers stehen und alle Eindrücke in mir aufnehmen. Es wirkte alles so friedlich und beruhigend!

Panoramaansicht am Fähranleger

Ich konnte es mir nicht verkneifen, mich dem Kernkraftwerk noch etwas mehr zu nähern, da ich es schon beeindruckend finde. Man kann in der Tat sehr dicht heran fahren. Andere Menschen mögen es anscheinend, auf direkt am Betriebsgelände gelegenen Parkplatz mit ihren Wohnmobilen zu übernachten. Auf jeden Fall hat man dort ziemlich seine Ruhe, wenn nicht… Aber darüber denken wir jetzt mal nicht nach.

Ein paar schöne Fotos konnte ich dort auch noch machen.

Der Boxster vor dem AKW Grohnde
Der Boxster vor dem AKW Grohnde
Der Boxster vor dem AKW Grohnde

Ich mag diese Gegensätze und irgendwie sind es ja auch gar keine großen, denn was auf dem Foto vereint ist, sind die Errungenschaften der Technik, geschaffen durch Menschenhand.

Die Beurteilung der Sinnhaftigkeit bleibt jedem selbst überlassen.

(Die Fotos auf dieser Seite wurden mit der Kamera des iPhone 6 aufgenommen und unbearbeitet veröffentlicht)

Schloss Münchhausen

Münchhausen. Dabei denken sicher viele an den Lügenbaron. Nicht gelogen war auf jeden Fall die Empfehlung, im Schloss Münchhausen / Schloss Schwöbber (https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Schwöbber) im Restaurant auf der Terrasse einen Tisch zu reservieren und dort an einem Sommerabend essen zu gehen.

Der Plan war mal wieder gut. Denn durch das sehr verhaltene diesjährige Sommerwetter zu Beginn der Saison sah ich dieses Vorhaben fast schon erneut als nicht durchgeführt an, zumal es im letzten Jahr aus Wettergründen auch nicht dazu gekommen ist.

Nachdem ich die Reservierung mehrfach verschoben hatte (lobend sei erwähnt, dass das Team des Schlosshotels (http://www.schlosshotel-muenchhausen.com) sehr freundlich und unermüdlich die Reservierung auf jeweils die Folgewoche verschoben hatte), war es dann doch in einer Woche schön und warm genug, diesen Ort genießen zu können.

Die Hinfahrt war wenig spektakulär, aber die Einfahrt zur Anlage lässt ahnen, was noch kommen könnte. Die Anlage empfängt großzügig und wirkt sehr gepflegt. Nicht umsonst hat sich hier auch Zar Peter I., der Große, anscheinend wohlgefühlt.

Ich ließ mich erst einmal mit dem Boxster vor dem Parkplatz fotografieren. 

Wenn man dann den Schlosshof durchquert hat, geht es wenige Stufen hinab zur Terrasse des Schlosskellers, die unmittelbar am Schlossteich gelegen ist. Der Tisch war direkt am Ufer des Teichs reserviert.

Von dort aus kann man das Schloss genauso gut sehen wie auch die Parkanlage, die es umschließt.

Blumen am Schlossteich und die Trauerweide
Blick aufs Schloss vom Restaurant
Der Schlossteich und seine Mauer

Das Essen und der Service waren lobenswert. Die Gerichte waren sehr lecker, und der Kellner war nicht nur bemüht, sondern erfolgreich dabei. Ich war zufrieden, wie man unschwer erkennen kann.

Ich sitze glücklich im Restaurant

Beim Bezahlen empfahl der Kellner, durch die Eingangshalle des Hotels in den Park zu gehen. Zuvor schaute ich mich aber noch in der näheren Umgebung des Restaurants um, und auch dieser Teil der Anlage ist schön und sehr gepflegt.

Rundgang in der Parkanlage
Schloss und Park
Das Eingangstor zum Schlosshof
Das Schloss von der Anlage aus gesehen
Sonnenuntergang am Schlossteich
Der Schlossteich mit dem Park

Zeitgleich mit meinem Rundgang zeigte sich ein wunderbarer Sonnenuntergang.

Parkanlage und Schloss im Sonnenuntergang

Ich finde auch weiterhin, dass ich mich als Repräsentantin des Schlosses gut machen würde!

Ich könnte Schloss-Repräsentantin sein

Die herzliche Freundlichkeit des Mitarbeiters an der Rezeption möchte ich hier auch nicht unerwähnt lassen. Dieser drückte mir dann auch noch einen kleinen Plan des Parks in die Hand. Dort konnte ich nachlesen, an welcher Stelle welche besondere Baumart wuchs. Sehr schön gemacht!

Mich interessierte vor allem die andere Seite des Schlossteichs mit der Trauerweide. Dort hatte ich eine Bank erblickt, und es schien, als könne dies ein ganz besonderer Ort der Ruhe sein. Das war es auch. Allerdings glaube ich kaum, dass jemand (lange) auf einer der beiden Sitzgelegenheiten Platz nehmen möchte. Dennoch war es ein fast verwunschener Ort.

Gegenüber des Schlosses unter der Trauerweide
Der Platz unter der Trauerweide mit Blick aufs Schloss

Der Rest des Parks ist ebenso sehenswert. Leider meinten die im Park wohnenden Bremsen irgendwann, die Verfolgung oder Vertreibung vornehmen zu müssen. Ich wurde also im wahrsten Sinne des Wortes an dieser Stelle ausgebremst!

An dieser Stelle wurde ich ausgebremst.

So bin ich lieber geflüchtet, als mich stechen zu lassen und habe mir für den nächsten Besuch etwas zum Anschauen aufgehoben.

Die Wiederholung eines Abendessens am See ist auf jeden Fall eingeplant!

(Die Fotos auf dieser Seite wurden mit der Kamera des iPhone 6 aufgenommen und bis auf das letzte Foto, das ich aufhellen musste, unbearbeitet veröffentlicht.)

Ausfahrt an den Rhein

Eine Ausfahrt an den Rhein könnte man planen. Ich lasse mich gerne treiben. Mir war gestern nicht nach einem Plan. Zumal die Pläne in der letzten Zeit doch eher nur hergaben, dass sie geändert werden mussten. Ich mag zwar auch Plan B und manchmal den sogar mehr als Plan A, aber ab und an möchte ich einfach mal keinen Plan haben.

Also fuhr ich erst einmal los Richtung Bingen. Irgendwie glaubte ich, dass ein Einstieg dort Sinn machen könnte. Ich wollte dann am Rheinufer weiter flussabwärts fahren.

Bis Bingen fuhr ich auf der Autobahn. Der Vorteil ist, dass ich so schneller voran komme. Der Nachteil ist, dass ich immer denke, etwas von der schönen Landschaft verpassen zu können. Der größte Nachteil auf der Autobahn ist jedoch, dass ich nicht einfach anhalten kann, wie ich es sonst gerne mal am Rande einer Landstraße tue.

Ich hätte nun auch woanders mit der eigentlichen Tour starten können. Ein Stück weiter oben noch, denn der Startpunkt war nur bedingt gut gewählt. Aber eigentlich spielt das auch wieder keine so große Rolle. Das Rheintal ist einfach zauberhaft oder zumindest kann es zauberhaft sein.

Was leider durchgängig nicht so schön ist, ist die Tatsache, dass man zwischen der Straße und dem Fluss entweder die Eisenbahnlinie oder Leitplanken hat. Oder beides. Es gibt schöne Stellen, die ein Foto wert wären. Aber wenn man dann diese Absperrung mit auf dem Bild hat, nimmt es dem Ganzen doch so einiges.

Ich habe also entschieden, dass ich die wenigen Parkplätze, die vorhanden sind, anfahren werde, um mir dort ein schönes Plätzchen zu suchen. 

Das Beitragsbild oben zeigt eine solche Stelle.

Meine Route war dann diese: Von Bingen ging es über Trechtingshausen nach Bacharach und Oberwesel:

Hier müsste ein Bild zu "Meine Ausfahrt an den Rhein im Juli 2015" zu sehen sein.

Weiter ging es am Loreleyfelsen vorbei nach St. Goar:

Hier müsste ein Bild zu "Meine Ausfahrt an den Rhein im Juli 2015" zu sehen sein.
Hier müsste ein Bild zu "Meine Ausfahrt an den Rhein im Juli 2015" zu sehen sein.

Danach fuhr ich noch ein Stück weiter nach Boppard, Bad Salzig, Spay und Rhens. 

Hier müsste ein Bild zu "Meine Ausfahrt an den Rhein im Juli 2015" zu sehen sein.
Hier müsste ein Bild zu "Meine Ausfahrt an den Rhein im Juli 2015" zu sehen sein.

In Rhens beendete ich meine Fahrt flussaufwärts, weil ich an dem Tag noch etwas anderes vorhatte.

Hier sollte ein Bild zur Ausfahrt an den Rhein zu sehen sein.

Eine Ausfahrt an den Rhein ist eine Unternehmung für die Seele. Wenn man neben dem Fluss fährt, hat man das Gefühl, dass das Wasser ganz langsam und sanft seinen Weg nimmt. Es wirkt alles entschleunigt und entspannt. Ich hatte wohl auch Glück, dass nicht allzu viel los war. Mit vielen Autos und vielen Menschen wäre es sicherlich viel unruhiger geworden. Ich fuhr sogar oft alleine auf der Landstraße – hinter und vor mir war kein weiteres Gefährt zu sehen.

Hier müsste ein Bild zu "Meine Ausfahrt an den Rhein im Juli 2015" zu sehen sein.

Eine Ausfahrt an den Rhein ist also unbedingt empfehlenswert! Und wer nicht Autofahren möchte, kann dies alles auch mit dem Rad genießen. Der Radweg am Fluss ist sehr gut ausgebaut.

Die drei E, und was ein Porsche damit zu tun hat

Die drei E… Wie soll ich bitte nach so einem Tag nun einfach wieder in den Alltag zurück kehren? Ich bin voller Eindrücke, Erinnerungen an schöne Momente und Endorphine. Das sind also die drei E, die eine Kombination abgeben, die ihresgleichen sucht.

Keiner hatte so wirklich vorhergesagt, dass dieser Karfreitag so wunderschön werden würde. Nach dem Sturm Niklas kam das Aprilwetter und dieses war vom Allerfeinsten. Gestern noch wechselten sich Regen, Schnee, Sonne mit Wind ab – im Minutentakt. Heute morgen dann… strahlender Sonnenschein, und der Himmel war so blau wie lange nicht mehr. Es war zunächst kühl, und ich wartete bis zum Mittag auf die etwas wärmeren Temperaturen.

Heute Nacht hatte es wohl noch einmal leicht gefroren. Das Gute an dieser Jahreszeit ist, dass die Sonne, sobald sie sichtbar ist, schnell ihre Wärme abgibt. So war ich dann zwar mit dicker Jacke unterwegs, aber es war wiederum möglich, draußen zu sitzen und dort einen Kaffee zu trinken.

Wenn ich in meinem Boxster sitze, fühle ich mich meist von Anfang an wie befreit. Ich bin es ja auch äußerlich, denn am liebsten fahre ich mit geöffnetem Verdeck. Dann weht mir nur leicht der Wind durch die Haare. Noch habe ich meinen Kopf geschützt, weil der Fahrtwind doch kalt sein kann. Ich liebe Frischluft. Insofern war die Entscheidung für ein Cabrio doch mehr als richtig.

Für die drei E brauchst Du die Natur und einen Porsche 

Kurz nachdem ich aus der Stadt war, konnte ich in der Natur wahrnehmen, dass das Einheitsbraun an vielen Stellen in sattes Grün gewechselt hat. Die ersten hügeligen Landschaften des vorderen Odenwalds haben mich schon immer eingenommen. Es ist nicht zu viel Anstieg auf die Anhöhen, aber es reicht aus, um einigen Straßen die Möglichkeit zu geben, sich in die Höhe zu schlängeln, was für viele Motorradfahrer und Autofahrer wie mich verlockend scheint. Eine gute Voraussetzung für die drei E!

Ich bin heute ganz bewusst an einen Ort gefahren, der für mich eine Art Seelenort ist. Hast Du auch einen Seelenort? Ich versuche so oft wie möglich an einem Seelenort zu sein. Es gibt einige davon. Und immer, wenn ich an einem solchen bin, werde ich ruhig und spüre Kraft. 

Schon auf der Hinfahrt geriet ich zwangsläufig in eine Art Vorstufe zum Rausch. Ich bin gerne berauscht vom Anblick der Natur und der Farben. Ich fahre gerne in der Sonne. Diese beiden Gegebenheiten können ausreichen, um mich zu berauschen. Es ist, wie es ist. Und dieses Auto trägt nun einmal einen großen Teil dazu bei. Welch ein Fahrgefühl!

Beim ersten Stopp war ich allerbester Laune. Die Fahrt durch dieses schöne, fast einsame Tal ist einer der Höhepunkte für mich, wenn ich im Auto unterwegs bin. Ganz wichtig ist dann, dass ich genau in diesem Tal anhalte, um diese unglaubliche Stille zu genießen. Es ist für mich auch kein Widerspruch, das stark motorisierte Gefährt genau an diesen Ort der Ruhe zu bewegen. Denn ich fahre dort so sanft, wie es nur geht, um auch auf dem Fahrersitz schon die Stille wahrnehmen zu können. 

Ich fühle mich dann wie ein Adler, der sich ohne Kraftanstrengung vom Wind tragen lässt. Es ist in der Tat ein Gefühl, als würde ich gleiten und mich tragen lassen. Und genau so ging es weiter. Es war alles so einfach, so schön, so ruhig, so kraftvoll. Ich habe alles in mich aufgesogen, Platz gemacht für viel gute Energie, sie in mich hineingelassen. Und diesen Rausch noch verstärkt. 

Und so kamen sie dann zuhauf, die Endorphine. Sie sind in mir geblieben, und ich weiß gerade gar nicht, wo ich mit dieser Energie hin soll. Ich bin total aufgedreht und aufgekratzt – Du weißt ja: Ich trage die drei E in mir! 

Aber wer weiß, was mich heute noch erwartet? 

 

 

Mein Porsche – oder das Aussetzen des Verstands

Es gibt so Tage, an denen es einfach rund läuft. Oder wenigstens in Teilen. Oder später. Oder erst mal und dann nicht mehr. Niemand denkt an das Aussetzen des Verstands.

An diesem Tag lief es erst ab dem Mittag rund. Ich durchbreche eine negative Serie ja sehr gerne. Manche Tage bieten einiges an Aufgaben, um das Durchbrechen zu üben. Manchmal gelingt es nicht auf Anhieb. Wichtig ist es, da dranzubleiben.

Ich fuhr also zum Porsche-Zentrum, um mich zu informieren und begegnete dem Verkaufsberater Herr W., den mir wahrscheinlich das Porsche-Universum geschickt hatte. Das war nun keine Absicht der Beteiligten, aber da ich nicht sonderlich an Zufälle glaube, war es wohl einfach die Bestätigung dessen, was ich tun wollte. Oder sollte. (Wer sich das alles ausgedacht hat, weiß ich bis heute nicht). Und nein, ich habe an der Stelle nicht schon meinen Kopf verloren, denn der Mann ist mir sympathisch und angenehm aber so gar nicht mein Typ.

Herr W. und ich sprachen eine lange Weile miteinander, und es sah so aus, als wäre das Ganze finanziell darstellbar. Außerdem hatte ich bei meinem Gegenüber ein gutes Gefühl (nicht ohne Grund – siehe vorherigen Absatz). Ich stehe absolut auf Vertrauen. Vertrauen steht bei mir an oberster Stelle. Wenn ich glaube, vertrauen zu können, ist so gut wie alles möglich. Und klar wollte mir der Mann etwas verkaufen. Das ist seine Aufgabe. Die macht er gut. Deswegen gibt es dennoch einen Unterschied zwischen Verkaufen und Verkaufen.

Ich hatte also einen positiven Eindruck. Vom Berater und der Beratung. Den Termin für die Probefahrt hatten wir bereits ausgemacht. Dann meinte Herr W. zu mir: „Kommen Sie doch mal mit…“ Dieser Satz sollte eine weitere Tür öffnen (und es handelte sich nicht nur um die Ausgangstür des Autohauses), und ja, dieser Mann wusste genau, was er tat. Weiß ich heute. Ich ahnte es zu dem Zeitpunkt noch nicht. Aber spätestens mit dem Eintritt auf den Hof war mir klar, dass ich verloren war…

Da stand ER. Ein roter Boxster S. Er strahlte so einfach vor sich hin, als wäre es das Normalste, was so ein Wagen tun kann. Respekt, denn obwohl er im Schatten stand, war ich geblendet.

Und zeitgleich verloren. An dieser Stelle fand dann das Aussetzen des Verstands statt.

Bei Schuhen oder Taschen erleben viele Frauen ähnliches: Der Verstand ist total ausgeblendet. Da laufen alle Programme, die schon immer zu Urzeiten in anderen Zusammenhängen gelaufen sind und die die so genannte Zivilisation noch nicht zu überwinden geschafft hatte. Es gibt dann nur eines: Ich will das, was ich sehe, haben. Manche werden wissen, wovon ich hier schreibe.

Das Aussetzen des Verstands bedeutet bei mir:

Ich kann mich in diesen Momenten immerhin zunächst auf das Anfassen und Erleben beschränken.

Noch.

 

 

 

Mein Porsche und ich – Unterwegs im Odenwald

Wenn Du ohne großes Zutun neue Menschen kennenlernen möchtest, solltest Du ein Kind haben. Oder einen Hund. Oder einen Porsche.

Die Nennung der Begebenheiten oder Rahmenbedingungen erfolgte hier ohne Wertung. Ich habe ja weder ein Kind noch einen Hund. Aber ich weiß schon lange, dass diese beiden „Begleiter“ sehr wohl dazu taugen, sehr viele Kontakte knüpfen zu können. Mit dem Porsche ist mir das noch nicht so oft passiert. Und wenn, dann nur, wenn ich alleine unterwegs war. Das ist mir aber erst gestern aufgefallen.

Gestern war ich also mit meinem Boxster alleine auf der Strecke. Ich wollte eine mir bekannte Stätte im Odenwald aufsuchen. Es ist ein Platz, an dem man so wunderbar auf die Hügel des vorderen Odenwalds schauen kann. Ein Ort, an dem ich mich immer schon wohl gefühlt habe. Ein erhabener Platz. Passt!

Die Sonne zeigte sich nur verhalten, und der Hochnebel, der bei uns so typisch ist, hielt sich tapfer und ließ sich von der Sonne schwerlich vertreiben. Aber ich wollte mit meinem Gefährt an den besagten Ort. Weil es dort so schön ist. Und weil ich das Auto dort einmal fotografieren wollte. Mit den Hügeln und der noch nicht erwachten Natur.

Der Parkplatz, den ich ansteuerte, war – wie erwartet – menschenleer. Und auch die Gaststätte, die ich so gerne besuche, war geschlossen. In der wärmeren Saison ist diese Gaststätte im Odenwald eine beliebte Anlaufstelle für Ausflügler.

„Betriebsferien bis 19.3.“ stand auf einem Schild am Eingang zum Garten. Die Rollläden an den Fenstern des Hauses waren herunter gelassen. Nur das Damwild auf dem angrenzenden Gehege schaute mir zu. Mir war das recht, wähnte ich mich damit auch so schön alleine mit dem Vorhaben, ein paar nette Aufnahmen zu schießen. Aber es kam anders.

Da steht Frau also ein paar Meter vom Wagen entfernt und schaut, aus welcher Perspektive nicht nur der Wagen, sondern auch die Silhouette der Hügel im Odenwald (vorderer Teil), die sich zugegebenermaßen heute leider eher erahnen, als erkennen ließ, am besten auf einem Foto abgebildet werden könnten.

Ich hatte ganz bewusst mein Stativ nicht mitgenommen, bereute es aber in diesem Moment schon ein wenig. Denn mit dem, was vorhanden ist, kam ich nicht an dem Tag nicht gut aus.

Der Holzzaun, der den Garten der Gaststätte begrenzte, war nicht geeignet, die Kamera dort abzustellen. Ich lief also zum Wagen und überlegte, mit welcher Ersatzausrüstung für ein Stativ ich nun punkten können würde. In dem Moment zeigte sich der Besitzer. Er tat zunächst so, als würde er nur durch den Garten laufen, aber es war für mich deutlich zu spüren, dass er wissen wollte, was ich da an seinem Grundstück veranstaltete. Im Odenwald bleibt nichts unbemerkt!

Ich lächelte dem Mann zu und gab gleich preis, dass ich Fotos machen wollte. Er fragte nach, was genau ich ablichten wollte, und ich erklärte, dass ich mich mit dem Boxster vor der schönen Landschaft fotografieren wollte. Da bot er gleich an, ob er nicht die Fotos schießen sollte. Das Angebot nahm ich dankbar an.

Und während ich mich noch ein wenig vorbereitete (Frau will ja vor und mit dem Wagen gut aussehen), fuhr ein Auto die Straße entlang, und der Fahrer winkte mir fröhlich zu. Der Fahrer hielt dann auch an, fuhr ein Stück zurück und bog auf den Parkplatz ein, um gleich mit dem Besitzer ein Gespräch anzufangen, was aber wohl nur der Vorwand war. Denn kurz darauf sprach er nur noch mit mir.

Er legte los mit diesem für mich witzig klingenden Dialekt, den ich der Eifel zuordnete. Wie sich herausstellte, kam er gebürtig aus Trier. Er meinte gleich, dass ich für diese Fotos doch nicht stilgerecht gekleidet sei. Eigentlich eine Unverschämtheit, die ich ihm aber nicht übel nahm. Ich war gut gekleidet, aber eben nicht in Kleidchen und Co. Eher sportlich. Für stilsicher halte ich mich ja schon. Ich musste ihn also direkt darauf hinweisen, dass diese Äußerung von einem Mann kam, der drei Löcher auf der Vorderseite seines T-Shirts präsentierte. Und die besagten Löcher waren kein Einfall des Designers. Ich ließ deutlich erkennen, dass ich die Anmerkung insofern überhaupt nicht ernst nehmen konnte. Wir lachten.

Der Mann erzählte mir dann noch, dass er Schrotthändler sei, vor sieben Jahren im Odenwald gelandet wäre und nun Feierabend habe. Er sei Harley-Fahrer und hätte früher selbst einen Porsche 911 gefahren. Und wenn man mal von dem Porsche-Virus infiziert sei, könne man nie wieder was Anderes fahren. Der Virus halte lebenslang. Wem erzählte er das…

Das war aber nur der Einstieg. Ich wurde eine gute Viertelstunde bestens unterhalten, bekam die Familienfotos gezeigt und wurde auf einen Kaffee eingeladen, den ich dankend ablehnte. Ich wollte ja noch schreiben. Und nach Hause. Und überhaupt hatte ich nicht vor, einem wildfremden Mann in seine Wohnung zu begleiten.

Der Besitzer der Gaststätte hatte uns schon eine Weile uns selbst überlassen, war mir dann aber eine gute Unterstützung, mich aus der Unterhaltung wieder ausklinken zu können.

Und so startete ich den Motor und fuhr vom Parkplatz und fast in einen Traktor hinein, der just in diesem Moment mit Holzbänken und Tischen um die Ecke gebogen war. Die Frühlingsvorbereitungen zur Eröffnung der Terrasse schienen also in vollem Gang zu sein.

Auf dem Heimweg schmunzelte ich eine lange Zeit vor mich hin. Die Musik unterstrich meine Stimmung, und irgendwie war ich so richtig positiv aufgekratzt.

Was nehme ich mir von diesen Begegnungen im Odenwald mit?

Ich werde mich auf jeden Fall noch viel öfter alleine auf den Weg machen. Indes, alleine bleiben werde ich wohl nicht lange und nicht oft. Es gibt ja genug zu erzählen. Von fast jedem Menschen.

Das Leben ist schön und so facettenreich!

Und falls jemand diesen Ort auch einmal besuchen möchte, findet er ihn HIER

 

 

 

Porsche 911 GT3 RS 2015 …. Rrrrrr!

Viele Worte kann ich noch nicht machen, da ich noch nicht allzu viel gesehen habe. Aber das, was ich gesehen habe, ist in der Tat einfach nur: Rrrrrr….!

Schon heute Morgen blickte ich gespannt in die sozialen Netzwerke, in denen uns Interessierten eine Überraschung angekündigt wurde. Die Bilder der offiziellen Webseiten zeigten die verhüllten Silhouetten von zwei Modellen, von denen schon eines bekannt war: Der neue Cayman GT4 sollte dem Publikum vorgestellt werden. Aber dabei blieb es dann nicht:

Heute wurde im Rahmen des Genfer Autosalons der neue Porsche 911 GT3 RS präsentiert.

Welch ein Auto! Und dann noch eines, das man nicht nur auf der Rennstrecke fahren könnte. Aber dürfte. Oder auch sollte.

Ich habe mir gerade mal die ersten erhältlichen Videos angeschaut, und ich muss sagen: Den würde ich zu gerne mal fahren. Jajajaja… Träume darf Frau ja wohl auch mal haben!

Und so ganz unwahrscheinlich sind diese Gedanken nun auch wieder nicht. Denn den Porsche 911 GT3 RS zu fahren, heißt ja nicht, ihn gleich kaufen zu müssen.

Sicher wird es irgendwann Angebote geben, die es ermöglichen, diesen Wagen – wo auch immer – für eine kurze Zeit lenken zu dürfen. Für die Modelle der Vergangenheit galt das ja auch.

Wer nun neugierig geworden ist, sollte sich das mal anschauen:

Porsche 911 GT3 RS

Du brauchst mehr Details zum Porsche 911 GT3 RS 2015?

Auf dieser Seite gibt es jede Menge Informationen und wunderschöne Bilder zum Porsche 911 GT3 RS:

Offizielle Porsche-Presseseite

Und hier wurde ein extra Web-Special geschaffen:

Vorstellung des Porsche 911 GT3 RS 2015

Und jetzt sage mir bitte niemand, dass dies alles nicht Lust mache: Lust aufs Fahren, Lust auf Lebenslust, Lust auf Lebensfreude…

Lust auf den Porsche 911 GT3 RS 2015!

Bei all der Begeisterung geht der neue Cayman GT4 dabei fast unter. Das hat er nicht verdient. Er wird in den nächsten Tagen seinen eigenen Platz erhalten – hier, bei  GANZ SCHÖN HAASE!

Porsche und ich – Ein nicht so ganz unmoralisches Angebot

Kennst Du das? Du hast einen Haken an eine Sache gemacht, und sehr kurz nach diesem Moment kommt ein Impuls, diese Angelegenheit doch noch einmal zu überdenken. Da glaubst Du, Du seist fertig mit Nachdenken oder Herausfinden und dann das! Du könntest diesen Impuls natürlich komplett ignorieren.

Ich bin ja kein Mensch, der sich in diesen Fällen an seine ursprünglich getroffene Entscheidung halten möchte, zumal diese ja noch kein Alter erreicht hat, vor dem man Respekt haben müsste. Und in den meisten anderen Fällen mag ich es auch nicht. Gestern ist gestern, und jetzt ist jetzt. Das wusste schon der alte Adenauer, und in der Beziehung hatte er Recht.

Da gab es im letzten Jahr so ein Angebot. Von Porsche. Mein Herzensmann zeigte mir einige Details im Internet. Angebot und Porsche? Das passte in meinen Augen so gar nicht zusammen. Und in der Tat war es kein Schnäppchen, um das es ging. Es war viel mehr DIE Gelegenheit, sich für eine gewisse und überschaubare Zeit mal auf das Abenteuer Porsche einzulassen. Manchmal liebe ich Abenteuer, und dieses war verlockend.

9 Monate Leasing. Keine weiteren Verpflichtungen, aber die Möglichkeit, diesen Zeitraum um weitere 6 Monate zu verlängern. Und danach immer noch keine weiteren Verpflichtungen. Mit anderen Worten: Eine perfekte Sache für mich, da ich mich ungerne längerfristig vertraglich binde.

Der Zeitpunkt war auch perfekt: Es war April, und ich interessierte mich grundsätzlich für einen Cayman oder Boxster. In S. (Für Nicht-Auskenner: S ist die leistungsstärkere Variante der Modelle, und bisschen mehr geht ja immer). Es war also der perfekte Monat, um gerne und viel mit einem neuen Auto herumzufahren, und wenn es die offene Variante wäre, umso mehr.

Porsche… Die Gedanken nahmen ihren Weg

Rrrrrrr….In der Luft lag ein Knistern, als die ersten Gedanken in mir ihren Weg nahmen. Und dann zeigte sich gleich diese antrainierte Vernunft: Was überlege ich mir denn da gerade? Porsche fahren? Darf ich das? Ich lebe in keinem Umfeld, in dem das Porschefahren üblich ist. Porsche fahren „die Anderen“.

Es reizte mich aber, dieses Angebot auszuprobieren. Auch wenn es unvernünftig war. Wer sagt aber, dass ich vernünftig sein muss? Diese unvernünftigen Gedanken gingen dennoch schon um einiges über das übliche Maß hinaus.

Der Bauch aber meinte: Ja! Frau darf sich ja wohl mal beraten lassen! Beraten – mehr erst einmal nicht!

Der Plan war gut.

Warum ich Porsche fahre?

Ich freue mich, dass Du hier bist! Damit Du gleich weißt, worum es in dieser Kategorie von GANZ SCHÖN HAASE geht, lege ich direkt los:

Die stärkste Antwort auf die Frage, warum ich Porsche fahre, ist diese: Porschefahren ist ein Lebensgefühl, das viel Lebensfreude in sich birgt. Und damit verbunden ergeben sich viele Momente der Erkenntnis, wie man diese Lebensfreude ganz gezielt erleben kann – sogar ganz unabhängig vom Porschefahren.

Lebensfreude!!! Deswegen liest Du ja vermutlich bei mir, und diese Erwartungshaltung erfülle ich gerne!

Du bist hier ganz schön richtig, wenn es Dich interessiert, was ich über das Autofahren für und über das Leben gelernt habe und wie sich diese Erkenntnisse auf den Alltag übertragen lassen. Da gab und gibt es einiges zu entdecken! 

Du könntest also einfach den Porsche gedanklich durch ein anderes Objekt oder Thema ersetzen, das zunächst wie ein Traum und damit unvorstellbar oder schwierig erscheint. Der Porsche steht für viele Bereiche, in denen Du Dir etwas erst einmal erlauben musst. Die Erfahrungen können sich „erschreckend“ ähneln…

Ich habe zum Beispiel gelernt, dass ich von Porsche einiges lernen kann.

Von Porsche fürs Leben lernen – das klingt zugegebenermaßen etwas eigenartig, ist aber die Erfahrung, die ich gemacht habe, und an der ich Dich teilhaben lassen möchte.

Begleite mich gerne beim Finden und Ausbauen meiner nicht mehr heimlichen Leidenschaft mit all den sich daraus entwickelnden heiteren und durchaus auch mal mich herausfordernden Erlebnissen. 

Wenn Du eine Frau bist, die schöne und schnelle Autos mag und auch eine, für die es etwas Besonderes darstellt, ein solches Auto zu besitzen oder fahren zu wollen und können, bist Du in dieser Kategorie sowieso ganz schön gut aufgehoben. Wenn Du dann noch die Modelle der Marke Porsche bevorzugst, wirst Du Dich in meinem Porsche-Blog hoffentlich oft wiederfinden, Dich bestätigt und inspiriert fühlen. 

Dies alles gilt natürlich auch für Männer, die sich von den Themen angesprochen fühlen oder einfach mal wissen wollen, wie ich als blonde Frau meinen Weg gehe und warum ich Porsche fahre.

(Wenn Du dennoch lieber in den anderen Lebensfreude-Themen oder zum Thema Fitness stöbern möchtest, wechsele gerne in die Kategorien Leben oder Fitness und Ernährung).

Mit meinem Porsche werde ich verrückte Dinge anstellen, besondere Routen fahren, viele schöne Momente erleben, über meine Begegnungen jeglicher Art schreiben und das, worauf man achten sollte oder könnte – alles wiederum  GANZ SCHÖN HAASE!

Es wird viel zu lesen geben in meinem Porsche-Blog! Und die Gründe, warum ich Porsche fahre, werden fast täglich mehr. Sei gespannt!

Interessiert Dich eine bestimmte Rubrik besonders? Dann wechsele bitte direkt dorthin. Auf der rechten Seite siehst Du die Liste der Themen, zu denen ich etwas geschrieben habe.