Freude – ganz spontan

Ich kann ja auch mal ganz schön spontan sein. Manchmal bin ich es nur für mich, manchmal mit jemandem. Heute war ich so beim Mittagessen-Zubereiten, als die Sonne sich zeigte. Dies alleine war schon Grund zur Freude.

Da musste ich aber so was von schnell das Haus verlassen! Die Sonnentage am Sonntag sind in den letzten Wochen sehr rar gewesen, und überhaupt hat uns hier die Sonne nicht verwöhnt. Stattdessen haben sich oft dicke und dunkelgraue Wolken gezeigt, die wiederum ihre Schwere mit sich genommen haben, um den nachfolgenden Wolken Platz zu machen.

Wenn die Sonne scheint, steigt meine Laune. Ich liebe das Licht. Es muss nicht mal sonderlich warm sein. Sonne genügt erst einmal. Im Winter liebe ich also die Tage, an denen der Himmel blau ist und die Sonne mich erfreut. Da wächst die Freude in mir.

Heute also habe ich mich mal ganz schnell fürs Rausgehen fertig gemacht. Das restliche Essen musste warten. Ich bin dann in meinen Roten gestiegen, weil auch der in der letzten Zeit viel zu kurz gekommen ist. Aber er ist nun einmal kein Winterauto.

Was ich seit kurzem weiß: Auch im Winter kann ich offen fahren: Die Sitzheizung läuft, und die Heizung im Fond wärmt die Beine. Vom Luftzug beim Fahren spüre ich nur am oberen Kopf etwas, und genau diese Stelle wird bei mir warm geschützt. Und der Rest ist Spaziergang. Da habe ich doch schon Ärgeres erlebt, wenn ich zu Fuß unterwegs war. Das geht also prima.

Ich fuhr dann an meinen Lieblingsort der letzten Tage. Es ist das Hofgut Oberfeld, und dort gibt es nicht nur einen Laden, sondern auch ein kleines Café. Wieder habe ich mir einen Kaffee geholt und mich raus gesetzt. Ich sitze dann glücklich im Freien und freue mich vor mich hin.

Freude ! Mich vor mich hin freuen mag ich am liebsten. Es muss gar nichts Großartiges passiert sein. Ich brauche auch keinen konkreten Anlass. Aber es gibt natürlich immer einen Grund. Dieses Mal waren es zwei Gründe: Die Sonne und das Gefühl von Freiheit.

Eine SMS ging ein. Ich neige nicht dazu, immer sofort zu schauen, wer mir was mitzuteilen hat. Aber dieses Mal habe ich es getan. Es sollte wohl zu sein. Denn eine gute Bekannte aus dem Lauftreff hatte sich gemeldet: „Bist Du zufällig am Oberfeld?“. Als hätte sie es geahnt! Sie war ganz in der Nähe und kam dann zu mir. Wir liefen dann mehr als eine Stunde gemeinsam am Waldrand, setzten uns kurz auf eine Bank, genossen die wärmenden Strahlen und redeten.

Was ich mir von diesem Tag mitnehme?

War das ein schöner Nachmittag? Ja, war es! Da hat dann alles gepasst: Ich war dort, wo ich gerne bin, und dann war ich dort auch noch in Begleitung. Das alles geschah wie zufällig, und doch glaube ich genau das nicht. 

Nichts ist ohne Grund, auch die Freude nicht!

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