Steingarten an der Paschenburg

Der Steingarten an der Paschenburg war für mich der Höhepunkt einer Fahrt, die ja eigentlich nur die Paschenburg und die Schaumburg zum Ziel hatte. Aber ich liebe ja Überraschungen, und wenn sie dann noch so angenehm sind, umso mehr.

Kurz vor meiner Abfahrt erhielt ich den Tipp, die oberhalb der Schaumburg gelegene Paschenburg zu besuchen. Dieser Tipp war ausschlaggebend, denn ohne ihn hätte ich diesen wunderschönen Steingarten nie entdeckt.

Schon auf dem Weg zur Paschenburg habe ich den Blick auf ein Schild erhaschen können. 

Eingangsschild am Steingarten an der Paschenburg

Das Tor schien verschlossen, und noch wusste ich nichts vom Schatz, der sich hinter dem Tor verbergen sollte.

Wenn man nicht durch das Tor des Steingartens auf dem Weg zur Paschenburg in den Garten eintritt, sondern weiter hinauf bis zur Burg fährt, kann man den Wagen auf dem Parkplatz abstellen, um dem Garten einen Besuch abzustatten.

Unterhalb des Parkplatzes an der Paschenburg führen fast versteckt ein paar Stufen hinab zum Steingarten. Wenn man es nicht weiß, könnte man es durchaus übersehen. Was man als erstes erblickt, sollte einen nicht abhalten, weiter zu gehen: „Privatweg“ steht in großen Buchstaben auf einem Schild, und wenn man sich die Mühe macht, auch das Kleingedruckte zu lesen, erfährt man, dass man sich nun auf eigene Gefahr auf den Weg begibt. Es ist also keineswegs ein Hindernis. Allerdings hätte ich mich fast nicht getraut, bis zum Schild zu laufen und hätte somit womöglich etwas Wunderbares verpasst. Und das soll der einzige Kritikpunkt an dieser Stelle sein, denn es handelt sich hier ja nicht um den Eingang des Steingartens, sondern dessen „Hintertür“.

Sobald ich das Hinweisschild hinter mir gelassen hatte, konnte ich auch den Steingarten in seiner Gänze erblicken. War es auf dem Turm der Paschenburg noch sehr windig gewesen, spürte ich hier die angenehme, windstille Ruhe, die wunderbar mit dem Grün harmonierte. Ich blieb einfach mal stehen und schaute mich um.

Einblick im Steingarten an der Paschenburg
Einblick im Steingarten an der Paschenburg

Der Steingarten beinhaltet viele unterschiedliche Skulpturen, die liebevoll und mit Bedacht im Garten aufgestellt wurden. 

Ausstellungsstück im Steingarten an der Paschenburg
Ausstellungsstücke im Steingarten an der Paschenburg

An den Bänken hingen Preisschilder, und ich vermute, dass auch die Skulpturen käuflich zu erwerben sind. Ich war fasziniert von dem, was ich hier sah. Und auf der Bank hätte ich auch gerne Platz genommen.

Bank im Steingarten an der Paschenburg

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass ich überhaupt mal so keine Kunstkennerin bin. Mich muss Kunst berühren, und mehr weiß ich dann auch nicht dazu zu sagen. Inhaltlich kann ich also nichts zu den Ausstellungsstücken schreiben, außer dass ich sie überwiegend sehr ansprechend und schön fand. 

Und diese Stimmung! Ich bin eine ganze Weile in aller Ruhe durch den Steingarten spaziert und habe selten so eine spontan entstehende entspannte Atmosphäre gespürt wie dort. 

Baum im Steingarten an der Paschenburg

Der Steingarten ist nicht sehr groß. Und doch lohnt es sich, dort längere Zeit zu verweilen und die Ausstrahlung, die er anbietet, wirken zu lassen. Es gibt viel zu entdecken.

Diverse Ausstellungsstücke im Steingarten an der Paschenburg

Ein paar Stufen führen zu einem Platz, der direkt neben dem Gebäude in diesem Garten liegt. Dort stehen ein Tisch und ein paar Stühle. Ganz automatisch kamen mir Gedanken, wie gut sich dieser Platz eignen würde, an einem Sommerabend mit lieben Menschen um sich zu verbringen, zu plaudern und zu philosophieren. Und leider ist mir das Foto mit diesem schönen Platz abhanden gekommen. Ich erinnere mich gerne daran. Diese kleine Eule bewacht den Platz hinter dem Baum.

Eule bewacht den Tisch im Steingarten an der Paschenburg

Alles ist liebevoll arrangiert, und ich hätte noch eine ganze Weile dort bleiben können. Es fiel mir gar nicht so leicht, mich wieder von diesem wundervollen Ort zu verabschieden, und ich weiß, dass ich dort nicht das letzte Mal gewesen bin. 

Im Garten, kurz vor dem Tor steht auch eine Spendenbox. Es erübrigt sich fast zu schreiben, dass es Ehrensache ist, dort einen Obulus zu hinterlassen.

Spendenbox im Steingarten an der Passchenburg

Ich möchte auch erwähnen, dass ich beim Verein des Steingartens um Erlaubnis gebeten habe, meine Fotos zu veröffentlichen und vom Garten zu schreiben. Die Antwort auf meine Anfrage war wiederum genau so, wie es zu dem Steingarten passt: Liebevoll und herzlich.

Vielen Dank!

Der 1. Vorsitzende des Vereins, Herr Uli Diehl,  nannte diesen Garten einen mystischen Ort. Genau so habe ich es empfunden: Ein Ort, an dem die Zeit stehen zu bleiben scheint und man für den Alltag Energie tanken kann. Ein Seelenort!

Den Steingarten an der Laschenburg habe ich im Sommer besucht. Ich bin sicher, dass sich ein Besuch im Herbst und Frühling ebenso lohnt.

Ich werde zurückkehren.

Kontakt zum Verein des Steingartens über die Webseite des Vereins 

(Alle Fotos dieses Artikels wurden mit der Kamera des iPhone 6 aufgenommen und bis auf das Foto mit dem Eingangsschild, das ich aufhellen musste, ohne Nachbearbeitung veröffentlicht).

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